Durch Sanierung bis zu 30 Prozent höheren Kaufpreis erzielen

Lohnt sich die Sanierung oder Renovierung vor dem Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses? Der Instandhaltungsstau ist bei älteren Eigentümer:innen oft der Verkaufsgrund. Sollten sie sich dennoch damit abmühen? Oder sollte man diesen Aufwand an Zeit und Geld lieber den Kaufenden überlassen, die dabei auch gleich eigene Vorstellungen umsetzen könnten.

Eine aktuelle Analyse zeigt, wie sich Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen auf die Angebotspreise von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern auswirken.

Ob sich die Sanierung im Einzelfall lohnt, hängt vom Baujahr des Hauses, den Kosten der Maßnahme, der regionalen Immobiliennachfrage und den lokalen Besonderheiten ab. Kosten und Nutzen sollten gründlich durchgerechnet werden.

Einige Beispiele: Städtisch gelegene Altbauwohnungen bis zum Baujahr 1949 werden nach einer Sanierung rund 30 Prozent teurer inseriert als nicht sanierte. Auf dem Land liegt der Unterschied für sanierte Altbauwohnungen bei 24 Prozent. Auch für Einfamilienhäuser lohnt sich eine Sanierung. In der Stadt liegt der Aufschlag für Altbauten bei 18 Prozent, auf dem Land sind es 14 Prozent.

Sanierte Wohnungen neueren Baujahrs zwischen 1949 und 1975 werden in der Stadt 14 Prozent teurer angeboten als nicht sanierte. Auf dem Land liegt der Unterschied bei 15 Prozent. Ein Einfamilienhaus dieser Altersklasse kann nach einer Sanierung um 22 Prozent teurer angeboten werden, auf dem Land um 16 Prozent. Wird in ein städtisches Altbau-Mehrfamilienhaus ein Aufzug eingebaut, so wertet das die Wohnungen um rund 31 Prozent auf, bei Neubauten sind es 23 Prozent. In ländlichen Regionen führt der nachträgliche Einbau eines Aufzugs zu rund 20 Prozent höheren Angebotspreisen. Der nachträgliche Anbau eines Balkons bringt in Stadt und Land durchschnittlich rund zehn Prozent Aufschlag.

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